Dienstag, 23. August 2016

Recht haben wollen bei einem Streit - Eckhart Tolle

Selbst etwas so Triviales und »Normales« wie das zwanghafte Bedürfnis, bei einem Streit Recht zu behalten
und dem Kontrahenten klar zu machen, dass er Unrecht hat - die Verteidigung der Geisteshaltung, mit der du dich identifizierst - ist durch die Angst vor dem Tod begründet.

Wenn du dich mit einer geistigen Einstellung identifizierst und merkst, dass du im Unrecht bist,
erhält dein Selbstgefühl, das sich auf dein Denken gründet, einen vernichtenden Schlag.
Als Ego kannst du es dir also nicht leisten, Unrecht zu haben.
Unrecht zu haben heißt sterben.
Daran haben sich Kriege entzündet, sind zahllose Beziehungen zerbrochen.

Sobald du aufhörst, dich mit deinem Denken zu identifizieren,
spielt es für dein Selbstgefühl überhaupt keine Rolle mehr,
ob du im Recht oder im Unrecht bist,
und das starke, zwanghafte, tief unbewusste Bedürfnis, Recht zu behalten,
das eine Form von Gewalt darstellt, ist wie weggeblasen.

Dann kannst du klar und deutlich sagen, was du empfindest oder denkst,
ohne dabei aggressiv zu werden oder eine Abwehrhaltung einzunehmen.
In diesem Fall entspringt dein Selbstgefühl nicht deinem Denken,
sondern einer tieferen Wahrheit in deinem Innern.

Achte auf jede Form von Abwehrhaltung in deinem Innern.
Was verteidigst du eigentlich?
Eine trügerische Identität, eine gedankliche Vorstellung, ein fiktives Gebilde.

Indem du dir dieses Muster bewusst machst und es beobachtest,
hörst du auf, dich mit ihm zu identifizieren.
Im Licht der Bewusstheit löst sich das unbewusste Muster schnell auf.
Damit sind alle Streitigkeiten und Machtspiele, die sich so zersetzend auf Beziehungen auswirken, zu Ende. Macht über andere ist als Stärke getarnte Schwäche. 

Wahre Macht kommt von innen, und sie ist dir jetzt zugänglich.


ECKHART TOLLE  - Leben im Jetzt


Donnerstag, 7. Juli 2016

"Wechsel-Jahre" Fluch oder Segen ?

Sind die „Wechsel-Jahre“ der Frau eine totale Fehlplanung des Schöpfers?

Alles was die Natur eingerichtet hat ist perfekt. Erst der Widerstand gegen die Natur erzeugt Probleme.
Viele heute "zivilisierte Frauen" haben den Widerstand gegen die Weiblichkeit von ihren Müttern und Großmüttern usw. geerbt.

Es gibt 3 große Zyklen in der Weiblichkeit.
1. Die Zeit vor der Geschlechtsreife
2. Die Zeit während der Empfangsbereitschaft für den Samen
3. Die Zeit nach der Empfangsbereitschaft für den Samen.

Die Jahre des Wechsels sind keine Krankheit sondern Teil des Lebens.
Er läuft leicht ab wie „Atmen“ wenn ich JA zum Leben sage.

Es gibt kein "natürliches "  Programm mit Panik-Attacken und sonstigen Problemen.
Die Probleme entstehen durch den Widerstand gegen das Leben.

Was ist zu tun?
Die Fehl-Programmierungen von der Festplatte entfernen.
JA sagen zum Leben.

Gerda Schwaer
www.systemische-hypno-therapie.de 

Dienstag, 28. Juni 2016

Ich sehe mich als Wegweiser zur Fülle des Lebens.

Was meine Arbeit auszeichnet
ist meine ganzheitliche Sicht.
Jeder Mensch ist einzigartig und vollkommen und Teil des Ganzen.
Ich sehe mich als Wegweiser zur Fülle des Lebens.

Niemand ist mangelhaft oder verkehrt.
Niemand muss repariert werden.
Lediglich die Konditionierung durch Dogmen, Gesellschaft,
Familie und eigene Glaubenssätze bremsen und blockieren das eigene Potenzial.


Ich sehe mich als Wegweiser zur Fülle des Lebens.
Mit meinen Werkzeugen als Heilpraktikerin und Systemische Therapeutin
habe ich effiziente Möglichkeiten den Menschen das eigene vorhandene Potenzial bewusst zu machen um die Fülle des Lebens wahrzunehmen.



Dazu führe ich Menschen zu den Ursachen ihrer unbewussten Konditionierung
und Selbst-Sabotage um die Verstrickungen zu lösen
und den Bewusstwerdungsprozess zu ermöglichen.

Gerda Schwaer

Montag, 23. Mai 2016

Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. - Albert Einstein

"DER MENSCH IST EIN TEIL DES GANZEN, DAS WIR UNIVERSUM NENNEN, 
EIN IN RAUM UND ZEIT BEGRENZTER TEIL." - 


Die Egoidee ist eine göttliche Idee. Sie ist Gott entsprungen und kehrt zu IHM zurück.
In der Zwischenzeit zieht das Ego seine Bahnen in einem sicheren Abstand, um das göttliche Zentrum des Seins. Wenn das Ego dem Zentrum zu Nahe kommt, ist es um die Idee geschehen.

Die Welt erscheint dir, um dir zu zeigen, was du glaubst. Nicht wir sind es, die reflektieren, wir selbst sind Reflexionen – Aspekte des Großen Ganzen.

Wir haben kein eigenes Bewusstsein – wir sind Bewusstsein, das sich selbst erscheint. Solange wir nicht erkennen, dass wir Reflexionen sind, glauben wir an unsere Eigenständigkeit und versuchen, „selbstständig“ zu reflektieren. Dann gibt es scheinbar zwei: Dich und die Bilder, die du dir von dir und der Welt machst. Dich und deine Gefühle, dich und deine Gedanken, dich und die Anderen.

Wer so auf die Welt schaut, sieht immer das Andere und niemals sich selbst. Wer so auf die Welt schaut, kann sich in der Ganzheit nicht wiedererkennen.

Die Welt, die du für wirklich hältst, entspringt einem eingebildeten Zentrum, das wir als uns selbst wahrnehmen. Tatsächlich sind wir personalisierte Aspekte der Wirklichkeit. Aspekte, die der Ganzheit entspringen, dabei aber niemals von ihr getrennt sind.

Warum glaubst du, ein eigenständiges Wesen zu sein?

Willst du weiterhin das Leben eines verirrten, zur Person gewordenen Aspektes Gottes leben?

Die Wirklichkeit ist ein Ganzes. Sie lässt sich nicht teilen. Sonst wird das, was in Wirklichkeit unwirklich ist, zur gedanklichen Wirklichkeit.

Dann haben Gedanken Gewalt über uns und kreieren „die Wahrheiten“ für uns. Dann glaube ich an „meine“ Wahrheit und werde versuchen, sie gegen die Wirklichkeit des Lebens durchzusetzen.
Diese Idee ist es, die Angst in mir erzeugt. Diese Idee ist es, die mich von der Wirklichkeit trennt.

„Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil.
Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als abgetrennt von allem anderen – eine Art optische Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, das uns auf unsere eigenen Vorlieben und auf die Zuneigung zu wenigen Nahestehenden beschränkt.“

Albert Einstein

Donnerstag, 19. Mai 2016

Was ist, ist. - Byron Katie

WAS IST, IST - BYRON KATIE

"Wir leiden nur dann, wenn wir einen Gedanken glauben, der mit der Wirklichkeit im Widerspruch ist. Wenn unser Geist klar ist, dann ist das, was ist, das, was wir wollen.

Wenn du möchtest, dass die Wirklichkeit anders ist, als sie ist, kannst du genauso gut versuchen, einer Katze das Bellen beizubringen. Du kannst es versuchen und versuchen und zum Schluss wird die Katze zu dir
aufschauen und sagen „Miau. 
Die Wirklichkeit anders haben zu wollen als sie ist, das ist hoffnungslos.

Wenn du darauf achtest, wirst du bemerken, dass du täglich duzende solcher Gedanken denkst.
„Die Menschen sollten freundlicher sein
„Kinder sollten sich benehmen.
„Mein Ehemann (meine Ehefrau) sollte mit mir übereinstimmen.
 „Ich sollte schlank sein (oder hübscher, erfolgreicher).

Mit diesen Gedanken möchten wir die Wirklichkeit anders haben, als sie ist.
Wenn du das Gefühl hast, dies sei bedrückend, so hast du recht.
Jeder Stress, den wir fühlen, beruht darauf, dass wir uns mit der Wirklichkeit anlegen.
Menschen, für die The Work neu ist, sagen oft zu mir: „Aber es wäre doch entmächtigend, wenn ich aufhörte, mich mit der Wirklichkeit anzulegen. Wenn ich die Wirklichkeit einfach annehme, so wie sie ist, werde ich passiv, dann verliere ich vielleicht jede Motivation zu handeln.

Ich antworte ihnen mit einer Frage:
„Kannst du wirklich wissen, dass das wahr ist?
Was ermächtigt uns mehr? 
„Ich wünschte, ich hätte meinen Job nicht verloren, 
oder „Ich habe meinen Job verloren, was kann ich jetzt tun?

The Work offenbart uns, dass das, wovon wir denken, dass es nicht hätte geschehen sollen, geschehen musste. Es musste geschehen, weil es geschehen ist und kein Denken in der Welt kann dies ändern. 
Das heisst nicht, dass wir es dulden oder gutheißen. 
Es bedeutet lediglich, die Dinge ohne Widerstand und ohne die Verwirrung von innerer Abwehr zu sehen.

Niemand will, dass sein Kind krank wird und niemand will einen Autounfall erleben, aber wenn diese Dinge geschehen, wie könnte es da hilfreich sein, wenn wir uns mental mit ihnen anlegen? Obwohl wir dies eigentlich wissen, tun wir es dennoch, weil wir nicht wissen, wie wir damit aufhören können.

Ich bin eine Liebhaberin dessen, was ist, nicht, weil ich ein spiritueller Mensch bin, sondern weil es schmerzt, wenn ich mich mit der Wirklichkeit anlege. Wir erfahren, dass die Wirklichkeit gut ist, genau so, wie sie ist, weil wir Spannung und Frustration erleben, wenn wir uns mit ihr anlegen. Wir fühlen uns dann weder natürlich, noch ausgeglichen.


Hören wir auf, uns der Wirklichkeit zu widersetzen, dann wird unser Handeln einfach, fliessend, freundlich und angstlos.

Mittwoch, 16. März 2016

6. Gesetz des Loslassen - Deepak Chopra



Im Loslassen liegt die Weisheit der Unsicherheit…
In der Weisheit der Unsicherheit liegt die Befreiung von unserer Vergangenheit,
von Bekannten, dem Gefängnis aller vorangegangenen Konditionierungen.

Und in unserer Bereitschaft, ins Unbekannte zu treten,
ins Feld aller Möglichkeiten,
geben wir uns dem kreativen Geist hin,
der den Tanz des Universums bestimmt.

*


Wie zwei goldene Vögel, die auf dem gleichen Baum hocken,
weilen das Ego und das Selbst im gleichen Körper.
Das erste ist die süssen und die sauren Früchte vom Baum des Lebens,
während das andere ohne Haftung zuschaut.

Mundaka-Upanischade




Das sechste geistige Gesetz des Erfolgs ist das Gesetz des Loslassen.
Dieses Gesetz des Loslassen besagt, dass, um im physischen Universum etwas zu erreichen,
man jegliche Bindung daran aufgeben muss.

Das bedeutet aber nicht, dass man seine Absicht aufgibt, einen Wunsch zu realisieren.
Man gibt weder die Absicht auf noch den Wunsch.
Man gibt aber di Bindung an da Ergebnis davon auf und nimmt Abstand ein.

Das ist sehr wirksam.
In dem Augenblick, in dem man seine Bindung an ein Ergebnis fahren lässt
un die gezielte Absicht gleichzeitig kombiniert mit Loslassen,
erhält man genau das, was man ersehnt hat.

Man kann alles was man will, durch Loslassen erreichen,
denn Loslassen beruht auf dem bedingungslosen Glauben an die Kraft des eigenen wahren Selbst.

Bindungen hingegen beruhen auf Angst und Unsicherheit  - und das Bedürfnis nach Sicherheit beruht auf der Unkenntnis vom wahren Selbst. Die Quelle von Reichtum, von Überfluss, von allem in der physischen Welt ist das Selbst, das Bewusstsein, das weiß, wie man alle Bedürfnisse erfüllt. Ob Autos, Häuser, Banknoten, Kleider, Flugzeuge - das alles sind Symbole, sie kommen und gehen, sie sind vergänglich.

Wenn man Symbolen nachjagt, ist das genau so, als würde man sich mit einer Landkarte abfinden, wenn man das Territorium haben kann. Es ruft Angst hervor. Am Ende fühlt man sich leer und hohl, denn man hat sein Selbst gegen die Symbole eingetauscht.

Bindung entstammt einem Armutsbewusstsein, denn man bindet sich an Symbole.
Loslassen ist gleichbedeutend mit Wohlstandsbewusstsein,
denn durch Loslassen erfolgt die Freiheit zu erschaffen.

Nur aus distanziertem Engagement heraus kann man Lachen und Freude erleben.
Dann werden die Symbole für Reichtum spontan und mühelos erschaffen.

Ohne Loslassen sind wir Gefangene unserer Hilflosigkeit,
unserer Hoffnungslosigkeit, der weltlichen Bedürfnisse, von Trivialgedanken,
stummer Verzweiflung und Schwermütigkeit  - den deutlichen Anzeichen für eine mittelmässige Allerweltsexistenz und ein Armutsbewusstsein.

Wahres Wohlstandsbewusstsein ist jedoch gleichbedeutend mit der Fähigkeit,
jederzeit und mühelos alles  zu haben, was man will.
Um in einer solchen Erfahrung verwurzelt zu sein, muss man in Unsicherheit verankert sein.
In dieser Unsicherheit findet man die Freiheit , alles zu erschaffen was man will.

Der Mensch sucht ständig Sicherheit, aber er stellt vermutlich schnell fest, dass diese Sicherheit tatsächlich eine flüchtige Sache ist. Gerade Bindungen an Geld ist ein Zeichen von Unsicherheit.

Man könnte sagen:“ Wenn ich X-Millionen Dollar besitze, fühle ich mich sicherer. Dann bin ich finanziell unabhängig und brauche nicht mehr zu arbeiten. Ich werde dann alle Dinge tun, die ich schon immer tun wollte“. Aber das geschieht nie - niemals!

Diejenigen, die Sicherheit nachjagen, tun dies ihr Leben lang, ohne sie jemals zu finden. Sie bleibt so flüchtig und ungreifbar, weil Sicherheit niemals auf Geld allein beruhen kann. Bindung an Geld wird immer Unsicherheit auslösen, gleich, wie hoch das Bankguthaben ist. Tatsächlich sind manche Menschen die viel Geld besitzen sehr unsicher.

Die Suche nach Sicherheit ist eine Illusion. Den alten Traditionen nach liegt die Lösung dieses Dilemmas in der Weisheit der Unsicherheit und der Ungewissheit. Das bedeutet, dass die Suche nach Sicherheit und Gewissheit tatsächlich eine Bindung an das Bekannte ist.
Und was ist das Bekannte?
Das Bekannte ist unsere Vergangenheit. Das Bekannte ist nichts weiter als das Gefängnis der vorangegangenen Konditionierungen. Darin liegt keine Evolution. Und wenn keine Evolution möglich ist, herrschen Stagnation, Entropie, Unordnung und Verfall.

Das Unbekannte ist das Feld aller Möglichkeiten, stets frisch, allzeit neu, immer offen für die Schöpfung neuer Manifestationen. Ohne Unsicherheit und Unbekanntes ist das Leben bloß die schale Wiederholung abgetragener Erinnerungen. Man wird zum Opfer der Vergangenheit, und man wird heute von dem eigenen früheren Ich gequält .

Wenn man seine Bindung ans Bekannte aufgibt uns sich ins Unbekannte begibt, dann betritt man das Feld aller Möglichkeiten. In dieser Bereitschaft, ins Unbekannte einzutreten, gewinnt man die Weisheit der Unsicherheit.
Das bedeutet, dass man in jedem Augenblick des Lebens Aufregung, Abenteuer und Geheimnis erlebt. Man erfährt die volle Lebensfreude - den Zauber, die Feier, die Heiterkeit und den Jubel der eigenen Seele.

Man kann jeden Tag aufs neue Ausschau halten nach den Aufregungen, die sich im Feld aller Möglichkeiten ereignen können. Mit Unsicherheit befindet man sich auf dem richtigen Weg - also geben Sie nicht auf.

Man braucht gar keine vollständige und starre Vorstellung von dem zu haben, was man nächste Woche oder nächstes Jahr unternehmen will, denn wenn man ganz genau weiß, was geschieht, und sich daran klammert, schaltet man eine ganze Reihe von anderen Möglichkeiten aus.

Eine Eigenschaft des Feldes aller Möglichkeiten ist die unendliche Korrelation. Das Feld kann eine unvorstellbare Vielfalt von Raum-Zeit-Ereignissen aufeinander abstimmen und einen Ausgang bewirken, der beabsichtigt ist. 
Aber wenn man gebunden ist, wird die Absicht in ein starres System eingeschlossen und man verliert alles Fließende, alle Kreativität und die Spontanität dieses Feldes. Wenn man sich bindet fixiert man seine Wünsche aus diesem unendlichen Fluss und der Flexibilität heraus und einen starren Rahmen, der in den gesamten Prozess der Schöpfung eingreift.

Das Gesetz des Loslassen überschneidet sich aber nicht mit dem Gesetz von Absicht und Wunsch. Man hat immer noch die Absicht, in eine bestimmte Richtung zu gehen, man hat immer noch ein Ziel vor Augen. Doch zwischen Punkt A und Punkt B bestehen unendlich viele Möglichkeiten. Wenn man die Unsicherheit mit einbezieht, kann man in jedem Augenblick die Richtung wechseln, falls man vielleicht ein höher gestecktes Ziel oder etwas Aufregendes findet. Außerdem wird man nicht versuchen, schnelle Lösungen für Probleme zu erzwingen, was einem ermöglicht, wachsam auf die beste Gelegenheit zu warten.

Das Gesetz des Loslassen beschleunigt den gesamten Prozeß der Evolution. Wenn man dieses Gesetz begreift, fühlt man sich nicht mehr getrieben Lösungen zu erzwingen. Denn mit diesen erzwungenen Lösungen schafft man nur neue Probleme. richtet man jedoch seine Aufmerksamkeit auf die Ungewissheit, während man darauf wartet, dass eine Lösung aus dem Chaos und der Verwirrung auftaucht, dann erfolgt gewiss etwas sehr Phantastisches und Aufregendes.

Dieser Zustand der Wachsamkeit - die Bereitschaft in der Gegenwart im Feld der Unsicherheit - fällt mit dem Ziel und der Absicht zusammen und erlaubt einem, jede Gelegenheit zu ergreifen?

Jedes Problem im Leben kann der Samen einer besseren Gelegenheit sein.
Wenn man einmal zu dieser Überzeugung gelangt, öffnet man sich eine ganze Reihe von Möglichkeiten  - und damit bleiben die Geheimnisse, die Wunder, die Aufregung und das Abenteuer lebendig,

Mn kann jedes Problem im Leben als eine Gelegenheit betachten, die einem zugute kommt.
Man muss nur wachsam nach solchen Gelegenheiten Ausschau halten und in der Weisheit der Unsicherheit verwurzelt bleiben. Wenn Ihre Bereitschaft auf eine solche Lösung trifft, tauchen spontane Lösungen für Problem auf.

Was daraus erfolgt, wird oftmals als „ein glücklicher Zufall“ bezeichnet.
Glück aber ist nichts weiter als das Zusammentreffen einer Gelegenheit mit der Bereitschaft, sie zu ergreifen.

Wenn diese beiden mit einem wachsamen Beobachten von Chaos vermischt werden, tauchen Lösungen auf, die für den Menschen von evolutionärem Vorteil sind. Das ist das Rezept für Erfolg und beruht auf dem Gesetzt des Abstandes.


Praxis für Entfaltung des Potenzials:
Gerda Schwaer, Heilpraktikerin

Mittwoch, 10. Februar 2016

HAUPTURSACHE FÜR UNZUFRIEDENHEIT / Krieg



*


DIE HAUPTURSACHE FÜR UNZUFRIEDENHEIT

IST NIE DIE SITUATION SELBST,

ABER DIE GEDANKEN DARÜBER .

*

ACHTE AUF DIE GEDANKEN,
DIE DU DENKST.

UNTERSCEIDE SIE VON DER SITUATION
WELCHE IMMER NEUTRAL IST.


ES IST, WIE ES IST.


ECKHART TOLLE


*

Mittwoch, 13. Januar 2016

Selbstsabotage durch Schmerzkörper erzeugt Armut

E.T. „heart“-Emoticon
Solang ein Teil deines Selbstgefühls von emotionalem Schmerz abhängig ist, wirst du unbewusst jeden Versuch von ihm geheilt zu werden, abwehren oder sabotieren.

Warum?
Ganz einfach, du möchtest dich selber ganz erhalten, und der Schmerz ist zu einem festen Bestandteil von dir geworden.

Das ist ein unbewusster Vorgang,
und die einzige Möglichkeit, ihn zu überwinden ist,
ihn bewusst zu machen.

Es kann eine ziemlich schockierende Einsicht sein,
wenn du plötzlich feststellst,
dass du an deinem Schmerz festgehalten hast oder noch festhältst.

JETZT - Seite 200

Donnerstag, 12. November 2015

Licht der Welt - JETZT - Eckhart Tolle

Dein heilender Einfluss ist primär nicht von deinem Tun abhängig,
sondern von deinem Sein.
Wer dir begegnet,
wird von deiner Gegenwärtigkeit und von dem Frieden berührt,
den du ausstrahlst, ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht. 

Wenn du völlig gegenwärtig bist, hast du nicht mehr das Bedürfnis, auf das unbewusste Verhalten anderer zu reagieren, du verleihst ihm also keine Realität mehr. 

Dein Frieden ist so unermesslich und tief, dass aller Unfrieden in ihm verschwindet, als ob es ihn nie gegeben hätte. Daran zerbricht der karmische Kreislauf von Aktion und Reaktion.
Tiere, Bäume und Blumen werden deinen Frieden spüren und ihn erwidern.

Du lehrst durch dein Sein,
dadurch, dass du den Frieden Gottes verkörperst.
Du wirst zum "Licht der Welt",
zu einem Ausströmen reinen Bewusstseins,
und damit beseitigst du das Leiden auf der ursächlichen Ebene.
Du befreist die Welt von Unbewusstheit. 

Eckhart Toll - JETZT

*

Montag, 12. Oktober 2015

Freiheit vom Unglücklichsein - Eckhart Tolle

FREIHEIT VOM UNGLÜCKLICHSEIN

Ärgerst du dich über das, was du gerade tust?
Das kann deine Arbeit sein;
oder du hast zugestimmt, etwas zu tun, aber ein Teil von dir lehnt es ab und leistet Widerstand.
Trägst du jemandem gegenüber, der dir nahe steht, unausgesprochenen Groll mit dir herum? 

Erkennst du, dass die Energie, die du auf diese Weise ausstrahlst, so schädlich in ihren Auswirkungen ist,
dass sie dich selbst wie auch andere um dich herum tatsächlich vergiftet?
Schau genau hin.
Gibt es da auch nur die geringste Spur von Ärger, Unwilligkeit?
Wenn ja, dann beobachte sie auf beiden Ebenen, geistig und emotional.

Welche Gedanken erschafft dein Verstand im Umfeld dieser Situation? 

Schau dir dann die Emotion an, mit der dein Körper auf diese Gedanken antwortet.
Fühle die Emotion.
Fühlt sie sich angenehm oder unangenehm an?

Ist es wirklich deine Wahl, diese Energie in dir zu haben?
Hast du eine Wahl? 

Vielleicht wirst du ausgenutzt,
vielleicht ist die Arbeit, mit der du beschäftigt bist, langweilig,
vielleicht ist jemand in deiner Nähe unehrlich, ärgerlich oder unbewusst,
aber das ist alles unwichtig.

Ob deine Gedanken über die Situation gerechtfertigt sind oder nicht, macht keinen Unterschied.
Tatsache ist, dass du Widerstand gegen das leistest, was ist.
Du machst den gegenwärtigen Moment zu einem Feind.
Du er schaffst Unglück und Konflikt zwischen innen und außen.

Dein Unglücklichsein verschmutzt dein inneres Sein und das deiner Mitmenschen,
zugleich aber auch die kollektive menschliche Psyche, deren untrennbarer Teil du bist.

Die Verschmutzung des Planeten ist nur die Spiegelung im Außen von einer psychischen Verschmutzung im Inneren, 
ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen, die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen.
Du kannst das, was du tust, entweder beenden, mit der betreffenden Person reden und deine Gefühle zum Ausdruck bringen, 
oder du lässt die Negativität fallen, die dein Verstand um die Situation herum geschaffen hat.

Diese Negativität ist zu nichts nütze, außer zur Stärkung deines eingebildeten Selbstgefühls.
Deren Sinnlosigkeit zu erkennen ist wichtig.
Negativität ist nie der optimale Weg, mit irgendeiner Situation umzugehen.
Meistens hält sie dich in der Situation gefangen und verhindert wahre Veränderung.
Alles, was du mit negativer Energie tust, wird durch sie vergiftet
und früher oder später weiteren Schmerz, weiteres Unglücklichsein erschaffen.

Darüber hinaus ist jeder negative Zustand ansteckend:
Unglücklichsein verbreitet sich einfacher als eine körperliche Krankheit.
Durch das Gesetz der Resonanz löst es latente Negativität in anderen aus und nährt sie.
Es sei denn, sie sind immun - in anderen Worten, höchst bewusst.
Verunreinigst du die Welt oder gehörst du zu denen, die den Dreck aufräumen?
Du bist verantwortlich für deinen inneren Raum, niemand sonst,
so wie du auch für den Planeten verantwortlich bist.
Wie innen so auch außen:
Menschen, die ihren inneren Schmutz aufräumen, schaffen auch keine neue Verschmutzung im Außen.



Eckhart Tolle  - Jetzt!

Donnerstag, 1. Oktober 2015

reines Potenzial..... Deepak Chopra

*

Die Quelle aller Schöpfung ist das
reine Bewusstsein....,
reines Potenzial,
das seinen Ausdruck
vom Nichtmanifesten zum Manifesten
anstrebt.

Und wenn wir erkennen,
daß unser wahres Selbst
ein reines Potenzial ist,
sind wir EINS mit der Kraft,
die alles im Universum manifestiert.

Deepak Chopra

*

Mittwoch, 16. September 2015

Alter Schmerz - Auflösung des Schmerzkörpers - Eckhart Tolle






ALTER SCHMERZ  -  AUFLÖSUNG DES SCHMERZKÖRPERS 
Solange du dir keinen Zugang zur Kraft der Gegenwart verschaffen kannst, werden emotionale Verletzungen, die dir widerfahren, einen Restschmerz hinterlassen, der in dir weiterlebt. Er vermischt sich mit altem Schmerz, der bereits da ist, und bleibt in Verstand und Körper hängen. Das schließt natürlich den Schmerz mit ein, den du als Kind erlitten hast und der durch die Unbewusstheit der Welt verursacht wurde, in die du hineingeboren wurdest. 
Diese Ansammlung von Schmerz ist ein negatives Energiefeld, das deinen Körper und deinen Verstand besetzt. Wenn du es dir als ein unsichtbares Wesen mit seiner eigenen Persönlichkeit vorstellst, dann kommst du der Wahrheit ziemlich nahe. Das ist der emotionale Schmerzkörper. Er besitzt zwei Seinsformen: ruhend oder aktiv. 
Ein Schmerzkörper kann neunzig Prozent der Zeit ruhig sein; in einem sehr unglücklichen Menschen jedoch ist er möglicherweise die gesamte Zeit aktiv. Einige Menschen leben fast ständig in ihrem Schmerzkörper, während andere ihn nur in bestimmten Situationen erfahren, wie zum Beispiel in nahen Beziehungen oder in Situationen, die mit alten Verlusten in Verbindung stehen, mit Verlassen werden, mit körperlichen oder emotionalen Verletzungen und so weiter. Alles kann ihn aktivieren, besonders dann, wenn er mit einem Schmerzmuster aus deiner Vergangenheit in Resonanz geht. Ist er einmal bereit, aus seinem Ruhezustand herauszukommen, dann kann sogar ein Gedanke ihn erwecken oder eine unschuldige Bemerkung von jemandem, der dir nahe steht. 
Einige Schmerzkörper sind sehr unangenehm, aber relativ harmlos, so etwa wie ein kleines Kind, das nicht aufhören will zu jammern. Andere sind bösartige und destruktive Monster, wahre Dämonen. Einige sind körperlich, viele sind emotional gewalttätig. Einige neigen dazu, Menschen in deiner Nähe anzugreifen, während andere dich selbst, ihren Wirt, angreifen. Dann neigst du zu sehr negativen und selbstzerstörerischen Gedanken über dein Leben. Krankheiten und Unfälle entstehen oft auf diese Weise. Einige Schmerzkörper treiben ihren Wirt in den Selbstmord. 
Du glaubst, einen Menschen zu kennen, und wirst dann plötzlich zum ersten Mal mit dieser fremden, bösen Kreatur konfrontiert das kann zunächst sehr schockierend sein. Es ist allerdings wichtiger, das in dir selbst zu beobachten als in anderen. Achte auf jedes Zeichen von Verstimmung in dir, in welcher Form auch immer - es könnte der erwachende Schmerzkörper sein. Er kann sich als Verärgerung ausdrücken, als Ungeduld, finstere Stimmung, als Wunsch zu verletzen, als Wut, Depression, als Bedürfnis nach Drama in deiner Beziehung und so weiter.
Greife ihn dir in dem Moment, in dem er aus seinem Ruhezustand erwacht.
Der Schmerzkörper will leben wie alles andere in der Existenz auch, und das kann er nur, wenn er dich dazu bringt, dich unbewusst mit ihm zu identifizieren. Er kann dann aufstehen, sich deiner bemächtigen, "du werden" und durch dich leben. Er muss seine "Nahrung" durch dich bekommen. Er lebt von jeder Erfahrung, die mit seiner eigenen Art von Energie mitschwingt, von allem, was mehr Schmerz erschafft, in welcher Form auch immer: Wut, Zerstörung, Hass, Trauer, emotionalem Drama, Gewalt und sogar von Krankheit. 
Sobald er Macht über dich hat, wird der Schmerzkörper also Situationen in deinem Leben erschaffen, die ihm seine eigene Energiefrequenz zurückgeben, damit er sich davon ernähren kann. Schmerz kann sich nur von Schmerz ernähren. Schmerz kann sich nicht von Freude ernähren. Die ist für ihn ziemlich unverdaulich. 
Wenn der Schmerzkörper Besitz von dir ergriffen hat, dann willst du immer mehr Schmerz. Du wirst zum Opfer oder zum Täter. Du willst Schmerz zufügen oder selber Schmerz erleiden oder beides. Zwischen beidem besteht kein großer Unterschied. Du bist dir dessen natürlich nicht bewusst und wirst vehement behaupten, dass du keinen Schmerz willst. Aber schau genau hin und du wirst erkennen, dass dein Denken und Handeln dazu dienen, den Schmerz am Leben zu erhalten, für dich selbst und für andere. Wärest du dir dessen wirklich bewusst, dann würde sich dieses Muster auflösen, denn es ist wahnsinnig, den Schmerz vergrößern zu wollen, und niemand entscheidet sich bewusst für den Wahnsinn. 
Der Schmerzkörper ist der dunkle Schatten, den das Ego wirft, und er hat in der Tat Angst vor dem Licht deines Bewusstseins. Er hat Angst, entdeckt zu werden. Sein Überleben hängt von deiner unbewussten Identifikation mit ihm ab und von der unbewussten Angst, den Schmerz in dir anzuschauen. Wenn du ihm aber nicht entgegentrittst, wenn du das Licht des Bewusstseins nicht in deinen Schmerz bringst, dann wirst du gezwungen sein, ihn immer und immer wieder zu erleben. 
Der Schmerzkörper mag dir vorkommen wie ein gefährliches Monster, das du kaum anzuschauen wagst, aber ich versichere dir, er ist nur ein substanzloses Phantom, das der Kraft deiner Gegenwärtigkeit nichts entgegenzusetzen hat. 
Einige spirituelle Lehren sagen, dass aller Schmerz letztendlich eine Illusion ist, und das ist wahr. Hier stellt sich die Frage: Ist es für dich wahr? Dein Glaube allein macht es noch nicht zur Wahrheit. Willst du für den Rest deines Lebens Schmerz erdulden und weiterhin behaupten, er sei nur eine Illusion? Befreit dich das vom Schmerz? Hier geht es uns darum, wie du diese Wahrheit verwirklichen, sie in deiner eigenen Erfahrung wahr machen kannst. 
Der Schmerzkörper will nicht, dass du ihn direkt anschaust und als das erkennst, was er ist. Wenn du ihn beobachtest, sein Energiefeld in dir fühlst und ihm deine Aufmerksamkeit gibst, dann ist die Identifikation sofort gebrochen. Eine höhere Dimension von Bewusstsein ist eingetreten. Ich nenne sie Gegenwärtigkeit.
Jetzt bist du der Zeuge oder der Beobachter des Schmerzkörpers. Das bedeutet, er kann dich nicht länger benutzen, indem er vorgibt du zu sein, und er kann sich nicht länger durch dich nähren. Du hast deine eigene innerste Stärke gefunden. Du hast Zugang zur Kraft der Gegenwart gefunden.
Was geschieht mit dem Schmerzkörper, wenn wir bewusst genug geworden sind, um die Identifikation mit ihm zu brechen? Unbewusstheit erschafft ihn, Bewusstheit verwandelt ihn in sich selbst, in Bewusstheit. Der heilige Paulus formulierte dieses universale Prinzip sehr schön: "Alles wird erkannt, sobald es dem Licht ausgesetzt wird, und was immer dem Licht ausgesetzt wird, wird selber zu Licht." Genauso wie du nicht gegen die Dunkelheit ankämpfen kannst, kannst du auch gegen den Schmerzkörper nicht ankämpfen. Allein der Versuch würde einen inneren Konflikt und damit weiteren Schmerz hervorrufen. Ihn zu beobachten ist genug. Ihn zu beobachten beinhaltet, ihn anzunehmen als Teil dessen, was in diesem Moment ist.
Der Schmerzkörper besteht aus eingeschlossener Lebensenergie, die sich von der Ganzheit deines Energiefeldes abgespalten hat und durch die unnatürliche Identifikation mit dem Verstand zeitweise autonom geworden ist. Sie hat sich gegen sich selber und gegen das Leben gerichtet, wie ein Tier, das seinen eigenen Schwanz zu verschlingen versucht. 
Was glaubst du, warum unsere Zivilisation so lebensfeindlich geworden ist? Aber sogar die lebenszerstörenden Kräfte sind immer noch Lebensenergie. Wenn du beginnst, die Identifikation aufzulösen und zum Beobachter zu werden, wird der Schmerzkörper noch eine Weile weitermachen und versuchen, dich mit irgendeiner List zurückzulocken. Wenn du dich nicht mehr identifizierst, gibst du ihm zwar keine Energie mehr, aber er hat noch einen gewissen Schwung, so wie ein Spinnrad, das sich noch eine Weile weiterdreht, wenn es schon nicht mehr angetrieben wird. In diesem Stadium kann er auch körperliche Beschwerden und Schmerzen in verschiedenen Körperteilen hervorrufen, aber das wird nicht anhalten. 
Bleibe gegenwärtig,
bleibe bewusst.
Sei der immer wachsame Wächter deines inneren Raumes.
Du musst gegenwärtig genug sein, den Schmerzkörper direkt zu beobachten und seine Energie zu fühlen.
Dann kann er dein Denken nicht kontrollieren.
In dem Moment, wo dein Denken mit dem Energiefeld des Schmerzkörpers in (Gleichklang ist, bist du wieder mit ihm identifiziert und nährst ihn mit deinen Gedanken. Wenn beispielsweise Wut die vorherrschende Energieschwingung deines Schmerzkörpers ist, wenn deine Gedanken wütend damit beschäftigt sind, was jemand dir angetan hat und was du ihm oder ihr antun wirst, dann bist du unbewusst geworden und der Schmerzkörper ist "du" geworden. 
Wenn Wut vorhanden ist, liegt darunter immer Schmerz. Oder wenn du von einer dunklen Stimmung ergriffen wirst, in ein negatives Gedankenmuster rutschst und denkst, wie schrecklich doch dein Leben ist, dann ist dein Denken auf den Schmerzkörper ausgerichtet, du bist unbewusst geworden, und damit empfänglich für seine Angriffe.
 "Unbewusst", so wie ich den Begriff hier benutze, bedeutet, mit Gedanken und Emotionen identifiziert zu sein. Dann ist der Beobachter gänzlich abwesend. Anhaltende bewusste Aufmerksamkeit durchtrennt die Verbindung zwischen dem Schmerzkörper und deinen Gedankenabläufen und löst den Umwandlungsprozess aus. Es ist, als würde der Schmerz zum Brennstoff für die Flamme deines Bewusstseins. Es leuchtet dann umso heller. Das ist die esoterische Bedeutung der alten Kunst der Alchemie, der Verwandlung von unedlen Metallen in Gold oder von Leiden in Bewusstheit. Die innere Spaltung wird geheilt und du wirst wieder ganz. 
Es ist nun deine Verantwortung, keinen neuen Schmerz mehr zu erschaffen.
Lass mich diesen Prozess zusammenfassen:

* Richte Aufmerksamkeit auf das Gefühl in dir.
* Erkenne, dass es der Schmerzkörper ist.
* Akzeptiere, dass er da ist.
* Denke nicht darüber nach - lass das Fühlen nicht zum Denken werden.
* Urteile und analysiere nicht.
* Mache es nicht zu einer Identität für dich.
* Bleibe gegenwärtig und sei einfach weiter der Beobachter von allem, was in dir vorgeht.
Werde dir nicht nur der emotionalen Schmerzen bewusst, sondern entwickle auch ein Bewusstsein für "den, der zuschaut", den stillen Beobachter.

Das ist die Kraft der Gegenwart, die Kraft deiner eigenen bewussten Gegenwärtigkeit.
Dann sieh, was geschieht.

Bei vielen Frauen erwacht der Schmerzkörper besonders in der Zeit vor der Menstruation. Ich werde später mehr über diese Tatsache und ihre Gründe sagen. Im Moment nur eins: Wenn du fähig bist, in dieser Zeit gegenwärtig und wachsam zu bleiben und deine Gefühle zu beobachten statt von ihnen überrollt zu werden, dann ergibt sich die Gelegenheit für eine sehr kraftvolle spirituelle Übung, und eine rasche Verwandlung alten Schmerzes wird möglich.

Eckhart Tolle

Freitag, 21. August 2015

Wie lässt sich echter Erfolg messen? - Eckhart Tolle

Wie lässt sich echter Erfolg messen?

Die Welt wird dir sagen, dass Erfolg bedeutet, das zu erreichen, was du erstrebt hast.
Sie wird dir sagen, dass erfolgreich sein gewinnen heißt
und dass wesentliche Bestandteile des Erfolgs Wohlstand und Anerkennung sind.

Die genannten Dinge sind zwar für gewöhnlich alle oder zumindest zum Teil
Nebenprodukte des Erfolgs, sie sind jedoch nicht der Erfolg selbst.
Üblicherweise wird Erfolg mit dem Resultat des eigenen Handelns gleichgesetzt.
Manche behaupten, Erfolg sei das Ergebnis einer
Kombination aus harter Arbeit und Glück oder aus Entschlossenheit und Begabung,
oder man sei eben zur rechten Zeit am richtigen Ort gewesen.
Das alles mag den Erfolg zwar mitbestimmen, trifft jedoch nicht sein Wesen.

Was die Welt dir verschweigt - weil sie es nicht besser weiß -, ist, dass du nicht erfolgreich werden kannst.
Du kannst nur erfolgreich sein.

Lass dir nicht von einer verrückten Welt einreden,
dass Erfolg etwas anderes ist als ein erfolgreicher gegenwärtiger Augenblick. Und wann ist er das? 

Wenn das, was du tust, selbst die einfachste Verrichtung, eine spürbare Qualität hat.
Qualität erfordert die Aufmerksamkeit und Sorgfalt, die Bewusstheit mit sich bringt.
Qualität erfordert deine Präsenz.

Nehmen wir einmal an, du bist ein Geschäftsmann und kannst nach zweijährigen großen
Anstrengungen und starkem Stress ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, die sich gut verkaufen
lassen und Geld einbringen. Erfolg? Im herkömmlichen Sinne ja. In Wirklichkeit hast du alle Welt und
dich selbst zwei Jahre lang mit negativer Energie vergiftet, dir und anderen das Leben schwer gemacht
und darüber hinaus Auswirkungen auf Menschen gehabt, die du gar nicht kennst.

All diesem Tun liegt die unbewusste Annahme zugrunde, dass Erfolg ein Zukunftsereignis ist und dass der Zweck die Mittel heiligt. Aber Zweck und Mittel sind eins. Und wenn die Mittel nichts zum Glück der Menschen beitragen,
tut es der Zweck auch nicht. Das Ergebnis, das untrennbar ist von den Handlungen, die zu ihm geführt
haben, ist durch diese Handlungen bereits kontaminiert und schafft nur weiteres Leiden.
Das ist karmisches Handeln, wodurch unbewusst das Leiden immer weiter erhalten bleibt.

Wie du schon weißt, fällt dein sekundäres, äußeres Lebensziel in die Dimension der Zeit,
während dein primäres, inneres Ziel unauflöslich mit dem Jetzt verbunden ist
und daher die Aufhebung der Zeit notwendig macht.

Wie lässt sich beides miteinander vereinen?
Durch die Erkenntnis, dass deine ganze Lebensreise letztlich aus dem einen Schritt besteht,
den du in diesem Augenblick tust.
Es gibt immer nur diesen einen Schritt, und ihm solltest du daher deine ungeteilte Aufmerksamkeit zuwenden. 

Das bedeutet nicht, dass du dann nicht weißt, wohin du gehst;
es bedeutet nur, dass dieser eine Schritt Vorrang hat,
das Ziel hingegen zweitrangig ist.

Und was du am Ziel vorfindest, sobald du dort eintriffst, hängt von der Qualität des einen Schrittes ab.
Anders ausgedrückt: Was die Zukunft für dich bereithält, hängt von deinem jetzigen Bewusstheitszustand ab.


Erfolgreich bist du, wenn dein Tun von der zeitlosen Qualität des Seins durchdrungen ist.
Solange das Sein nicht in dein Handeln einfließt und du nicht präsent bist, verlierst du dich in allem, was du tust.
Du verlierst dich im Denken ebenso wie in deinen Reaktionen auf äußere Geschehnisse.

Eckhart Tolle - Eine neue Erde

Sonntag, 16. August 2015

erwachtest du aus einem Traum... Eckhart Tolle ... De-Hypnose

Wenn du deine Aufmerksamkeit auf das Jetzt richtest,
stellt sich Wachheit ein. 

Es ist, als erwachtest du aus einem Traum,
aus dem Traum vom Denken, 
dem Traum von Vergangenheit und Zukunft. 

Solche Klarheit, solche Einfachheit. 
Kein Platz für Probleme. 
Bloß dieser Augenblick, so wie er ist.


Eckhart Tolle

Dienstag, 4. August 2015

Das Ende deines Lebensdramas - Eckhart Tolle

Die meisten Menschen sind in ihr eigenes Lebensdrama verliebt.
Ihre Geschichte ist ihre Identität.
Das Ego bestimmt ihr Leben.
Ihr gesamtes Selbstverständnis ist vom Ego abhängig.
Selbst ihre - normalerweise erfolglose - Suche nach einer Antwort,
nach einer Lösung, nach Heilung wird zu einem Teil davon.
Nichts fürchten sie mehr, nichts wehren sie vehementer ab als das Ende ihres Dramas.
Solange sie ihr Verstand sind, gibt es nichts, was sie mehr fürchten,
nichts, was sie heftiger abwehren als ihr eigenes Erwachen. 




DAS ENDE DEINES LEBENSDRAMAS 

In diesem Zustand des Annehmens und inneren Friedens, den du vielleicht nicht mehr als "schlecht" bezeichnen wurdest,
kann da trotzdem noch irgendetwas in dein Leben kommen, das aus der Perspektive eines gewöhnlichen Bewusstseins "schlecht" genannt würde? 


Die meisten so genannten schlechten Dinge, die im Leben eines Menschen passieren, sind auf Unbewusstheit zurückzuführen. 
Sie sind selbst erschaffen oder eher Ego-erschaffen. Ich nenne solche Dinge manchmal "Drama".

Wenn du völlig bewusst bist, kommt kein Drama mehr in dein Leben.
Lass mich kurz daran erinnern, wie das Ego funktioniert und wie es Drama erschafft.
Ego ist der unbeaufsichtigte Verstand, der dein Leben bestimmt,
wenn du als beobachtendes Bewusstsein oder Zeuge nicht präsent bist.

Das Ego nimmt sich selbst als getrenntes Fragment in einem feindseligen Universum wahr,
ohne wahre innere Verbindung zu irgendeinem anderen Wesen und umgeben von anderen Egos,
die es entweder als mögliche Bedrohung ansieht oder die es für seine eigenen Zwecke zu benutzen versucht.

Die grundlegenden Muster des Ego sind darauf ausgerichtet, seine tiefe Angst und sein Gefühl von Mangel zu bekämpfen. 
Sie sind: Widerstand, Kontrolle, Macht, Gier, Abwehr, Angriff.

Einige Egomuster sind äußerst durchtrieben, trotzdem lösen sie seine Probleme nie wirklich,
ganz einfach weil das Ego selbst das Problem ist.

Wenn Egos zusammenkommen,
ob in persönlichen Beziehungen, in Organisationen oder Institutionen, dann passieren früher oder später "schlimme" Sachen: 
das eine oder andere Drama in Form von Konflikten, Problemen, Machtkämpfen, emotionaler oder körperlicher Gewalt und so weiter.

Auch kollektives Unheil wie Krieg, Völkermord und Ausbeutung gehört dazu.
Allen liegt eine Anhäufung von Unbewusstheit zugrunde.
Außerdem werden verschiedene Krankheiten durch den ständigen Widerstand des Ego,
der Enge und Blockierungen im Energiefluss durch den Körper, verursacht.

Wenn du dich wieder mit dem Sein verbindest
und nicht länger in der Macht des Verstandes bist,
dann hörst du auf, solche Dinge zu erschaffen.
Du erschaffst kein Drama mehr und nimmst auch nicht mehr daran teil.

Immer wenn zwei oder mehr Egos zusammenkommen, entsteht das eine oder andere Drama.
Doch selbst wenn du ganz allein lebst, erschaffst du dein eigenes Drama.
Wenn du dir selber leid tust, dann ist das Drama.
Wenn du dich schuldig oder besorgt fühlst, dann ist das Drama.
Wenn du die Gegenwart mit der Vergangenheit oder Zukunft überschattest,
dann erschaffst du Zeit, psychologische Zeit - jene Substanz, aus der Drama besteht.

Immer wenn du den gegenwärtigen Moment nicht dadurch achtest,
dass du ihm erlaubst zu sein,
immer dann erschaffst du Drama.

Die meisten Menschen sind in ihr eigenes Lebensdrama verliebt.
Ihre Geschichte ist ihre Identität.
Das Ego bestimmt ihr Leben.
Ihr gesamtes Selbstverständnis ist vom Ego abhängig.
Selbst ihre - normalerweise erfolglose - Suche nach einer Antwort,
nach einer Lösung, nach Heilung wird zu einem Teil davon.
Nichts fürchten sie mehr, nichts wehren sie vehementer ab als das Ende ihres Dramas.
Solange sie ihr Verstand sind, gibt es nichts, was sie mehr fürchten,
nichts, was sie heftiger abwehren als ihr eigenes Erwachen.

Wenn du in völliger Akzeptanz dessen lebst, was IST, dann endet damit alles Drama in deinem Leben.

Niemand kann sich mehr mit dir streiten, so sehr sie sich auch bemühen.
Mit einer völlig bewussten Person kann man sich nicht streiten.
Ein Streit setzt voraus, dass du mit deinem Verstand und einer Haltung identifiziert bist
und zugleich auf die Position des anderen reagierst und sie abwehrst.
Als Resultat werden die gegenüberliegenden Polaritäten energetisch verstärkt.
Das sind die Mechanismen der Unbewusstheit.

Du kannst deine Meinung weiterhin klar und deutlich darstellen,
aber die reaktive Kraft ist nicht mehr dahinter, keine Verteidigung, kein Angriff.
So wird kein Drama daraus.

Wenn du voll bewusst bist, gibt es keine Konflikte mehr für dich.
Damit sind nicht nur Konflikte mit anderen Menschen gemeint,
sondern ganz grundsätzlich die Konflikte mit dir selbst, die aufhören,
sobald es zwischen den Erwartungen und Forderungen deines Verstandes und dem, was IST,
keine Zusammenstöße mehr gibt.



Eckhart Tolle

4.8.15