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Freitag, 28. April 2017

Meisterschlüssel - Freiheit - Potenzial leben

Meisterschlüssel

Und ein einziger Augenblick des Erkennens,
dass du dich über dem Verstand befindest,
hat dir auf immer den Meisterschlüssel gegeben. 

Jetzt kann der Verstand nie mehr dein Meister werden.
Und wenn der Verstand nicht dein Meister sein kann,
kann er dich niemals in den Wahnsinn treiben.
Jetzt kann der Verstand nicht mehr einfach alles sammeln, was er will.
Wenn sich das Sein erst einmal zeigt, wird der Verstand sehr gefügig – und das sofort.

OSHO

Dienstag, 23. August 2016

Recht haben wollen bei einem Streit - Eckhart Tolle

Selbst etwas so Triviales und »Normales« wie das zwanghafte Bedürfnis, bei einem Streit Recht zu behalten
und dem Kontrahenten klar zu machen, dass er Unrecht hat - die Verteidigung der Geisteshaltung, mit der du dich identifizierst - ist durch die Angst vor dem Tod begründet.

Wenn du dich mit einer geistigen Einstellung identifizierst und merkst, dass du im Unrecht bist,
erhält dein Selbstgefühl, das sich auf dein Denken gründet, einen vernichtenden Schlag.
Als Ego kannst du es dir also nicht leisten, Unrecht zu haben.
Unrecht zu haben heißt sterben.
Daran haben sich Kriege entzündet, sind zahllose Beziehungen zerbrochen.

Sobald du aufhörst, dich mit deinem Denken zu identifizieren,
spielt es für dein Selbstgefühl überhaupt keine Rolle mehr,
ob du im Recht oder im Unrecht bist,
und das starke, zwanghafte, tief unbewusste Bedürfnis, Recht zu behalten,
das eine Form von Gewalt darstellt, ist wie weggeblasen.

Dann kannst du klar und deutlich sagen, was du empfindest oder denkst,
ohne dabei aggressiv zu werden oder eine Abwehrhaltung einzunehmen.
In diesem Fall entspringt dein Selbstgefühl nicht deinem Denken,
sondern einer tieferen Wahrheit in deinem Innern.

Achte auf jede Form von Abwehrhaltung in deinem Innern.
Was verteidigst du eigentlich?
Eine trügerische Identität, eine gedankliche Vorstellung, ein fiktives Gebilde.

Indem du dir dieses Muster bewusst machst und es beobachtest,
hörst du auf, dich mit ihm zu identifizieren.
Im Licht der Bewusstheit löst sich das unbewusste Muster schnell auf.
Damit sind alle Streitigkeiten und Machtspiele, die sich so zersetzend auf Beziehungen auswirken, zu Ende. Macht über andere ist als Stärke getarnte Schwäche. 

Wahre Macht kommt von innen, und sie ist dir jetzt zugänglich.


ECKHART TOLLE  - Leben im Jetzt


Donnerstag, 7. Juli 2016

"Wechsel-Jahre" Fluch oder Segen ?

Sind die „Wechsel-Jahre“ der Frau eine totale Fehlplanung des Schöpfers?

Alles was die Natur eingerichtet hat ist perfekt. Erst der Widerstand gegen die Natur erzeugt Probleme.
Viele heute "zivilisierte Frauen" haben den Widerstand gegen die Weiblichkeit von ihren Müttern und Großmüttern usw. geerbt.

Es gibt 3 große Zyklen in der Weiblichkeit.
1. Die Zeit vor der Geschlechtsreife
2. Die Zeit während der Empfangsbereitschaft für den Samen
3. Die Zeit nach der Empfangsbereitschaft für den Samen.

Die Jahre des Wechsels sind keine Krankheit sondern Teil des Lebens.
Er läuft leicht ab wie „Atmen“ wenn ich JA zum Leben sage.

Es gibt kein "natürliches "  Programm mit Panik-Attacken und sonstigen Problemen.
Die Probleme entstehen durch den Widerstand gegen das Leben.

Was ist zu tun?
Die Fehl-Programmierungen von der Festplatte entfernen.
JA sagen zum Leben.

Gerda Schwaer
www.systemische-hypno-therapie.de 

Donnerstag, 19. Mai 2016

Was ist, ist. - Byron Katie

WAS IST, IST - BYRON KATIE

"Wir leiden nur dann, wenn wir einen Gedanken glauben, der mit der Wirklichkeit im Widerspruch ist. Wenn unser Geist klar ist, dann ist das, was ist, das, was wir wollen.

Wenn du möchtest, dass die Wirklichkeit anders ist, als sie ist, kannst du genauso gut versuchen, einer Katze das Bellen beizubringen. Du kannst es versuchen und versuchen und zum Schluss wird die Katze zu dir
aufschauen und sagen „Miau. 
Die Wirklichkeit anders haben zu wollen als sie ist, das ist hoffnungslos.

Wenn du darauf achtest, wirst du bemerken, dass du täglich duzende solcher Gedanken denkst.
„Die Menschen sollten freundlicher sein
„Kinder sollten sich benehmen.
„Mein Ehemann (meine Ehefrau) sollte mit mir übereinstimmen.
 „Ich sollte schlank sein (oder hübscher, erfolgreicher).

Mit diesen Gedanken möchten wir die Wirklichkeit anders haben, als sie ist.
Wenn du das Gefühl hast, dies sei bedrückend, so hast du recht.
Jeder Stress, den wir fühlen, beruht darauf, dass wir uns mit der Wirklichkeit anlegen.
Menschen, für die The Work neu ist, sagen oft zu mir: „Aber es wäre doch entmächtigend, wenn ich aufhörte, mich mit der Wirklichkeit anzulegen. Wenn ich die Wirklichkeit einfach annehme, so wie sie ist, werde ich passiv, dann verliere ich vielleicht jede Motivation zu handeln.

Ich antworte ihnen mit einer Frage:
„Kannst du wirklich wissen, dass das wahr ist?
Was ermächtigt uns mehr? 
„Ich wünschte, ich hätte meinen Job nicht verloren, 
oder „Ich habe meinen Job verloren, was kann ich jetzt tun?

The Work offenbart uns, dass das, wovon wir denken, dass es nicht hätte geschehen sollen, geschehen musste. Es musste geschehen, weil es geschehen ist und kein Denken in der Welt kann dies ändern. 
Das heisst nicht, dass wir es dulden oder gutheißen. 
Es bedeutet lediglich, die Dinge ohne Widerstand und ohne die Verwirrung von innerer Abwehr zu sehen.

Niemand will, dass sein Kind krank wird und niemand will einen Autounfall erleben, aber wenn diese Dinge geschehen, wie könnte es da hilfreich sein, wenn wir uns mental mit ihnen anlegen? Obwohl wir dies eigentlich wissen, tun wir es dennoch, weil wir nicht wissen, wie wir damit aufhören können.

Ich bin eine Liebhaberin dessen, was ist, nicht, weil ich ein spiritueller Mensch bin, sondern weil es schmerzt, wenn ich mich mit der Wirklichkeit anlege. Wir erfahren, dass die Wirklichkeit gut ist, genau so, wie sie ist, weil wir Spannung und Frustration erleben, wenn wir uns mit ihr anlegen. Wir fühlen uns dann weder natürlich, noch ausgeglichen.


Hören wir auf, uns der Wirklichkeit zu widersetzen, dann wird unser Handeln einfach, fliessend, freundlich und angstlos.

Mittwoch, 16. September 2015

Alter Schmerz - Auflösung des Schmerzkörpers - Eckhart Tolle






ALTER SCHMERZ  -  AUFLÖSUNG DES SCHMERZKÖRPERS 
Solange du dir keinen Zugang zur Kraft der Gegenwart verschaffen kannst, werden emotionale Verletzungen, die dir widerfahren, einen Restschmerz hinterlassen, der in dir weiterlebt. Er vermischt sich mit altem Schmerz, der bereits da ist, und bleibt in Verstand und Körper hängen. Das schließt natürlich den Schmerz mit ein, den du als Kind erlitten hast und der durch die Unbewusstheit der Welt verursacht wurde, in die du hineingeboren wurdest. 
Diese Ansammlung von Schmerz ist ein negatives Energiefeld, das deinen Körper und deinen Verstand besetzt. Wenn du es dir als ein unsichtbares Wesen mit seiner eigenen Persönlichkeit vorstellst, dann kommst du der Wahrheit ziemlich nahe. Das ist der emotionale Schmerzkörper. Er besitzt zwei Seinsformen: ruhend oder aktiv. 
Ein Schmerzkörper kann neunzig Prozent der Zeit ruhig sein; in einem sehr unglücklichen Menschen jedoch ist er möglicherweise die gesamte Zeit aktiv. Einige Menschen leben fast ständig in ihrem Schmerzkörper, während andere ihn nur in bestimmten Situationen erfahren, wie zum Beispiel in nahen Beziehungen oder in Situationen, die mit alten Verlusten in Verbindung stehen, mit Verlassen werden, mit körperlichen oder emotionalen Verletzungen und so weiter. Alles kann ihn aktivieren, besonders dann, wenn er mit einem Schmerzmuster aus deiner Vergangenheit in Resonanz geht. Ist er einmal bereit, aus seinem Ruhezustand herauszukommen, dann kann sogar ein Gedanke ihn erwecken oder eine unschuldige Bemerkung von jemandem, der dir nahe steht. 
Einige Schmerzkörper sind sehr unangenehm, aber relativ harmlos, so etwa wie ein kleines Kind, das nicht aufhören will zu jammern. Andere sind bösartige und destruktive Monster, wahre Dämonen. Einige sind körperlich, viele sind emotional gewalttätig. Einige neigen dazu, Menschen in deiner Nähe anzugreifen, während andere dich selbst, ihren Wirt, angreifen. Dann neigst du zu sehr negativen und selbstzerstörerischen Gedanken über dein Leben. Krankheiten und Unfälle entstehen oft auf diese Weise. Einige Schmerzkörper treiben ihren Wirt in den Selbstmord. 
Du glaubst, einen Menschen zu kennen, und wirst dann plötzlich zum ersten Mal mit dieser fremden, bösen Kreatur konfrontiert das kann zunächst sehr schockierend sein. Es ist allerdings wichtiger, das in dir selbst zu beobachten als in anderen. Achte auf jedes Zeichen von Verstimmung in dir, in welcher Form auch immer - es könnte der erwachende Schmerzkörper sein. Er kann sich als Verärgerung ausdrücken, als Ungeduld, finstere Stimmung, als Wunsch zu verletzen, als Wut, Depression, als Bedürfnis nach Drama in deiner Beziehung und so weiter.
Greife ihn dir in dem Moment, in dem er aus seinem Ruhezustand erwacht.
Der Schmerzkörper will leben wie alles andere in der Existenz auch, und das kann er nur, wenn er dich dazu bringt, dich unbewusst mit ihm zu identifizieren. Er kann dann aufstehen, sich deiner bemächtigen, "du werden" und durch dich leben. Er muss seine "Nahrung" durch dich bekommen. Er lebt von jeder Erfahrung, die mit seiner eigenen Art von Energie mitschwingt, von allem, was mehr Schmerz erschafft, in welcher Form auch immer: Wut, Zerstörung, Hass, Trauer, emotionalem Drama, Gewalt und sogar von Krankheit. 
Sobald er Macht über dich hat, wird der Schmerzkörper also Situationen in deinem Leben erschaffen, die ihm seine eigene Energiefrequenz zurückgeben, damit er sich davon ernähren kann. Schmerz kann sich nur von Schmerz ernähren. Schmerz kann sich nicht von Freude ernähren. Die ist für ihn ziemlich unverdaulich. 
Wenn der Schmerzkörper Besitz von dir ergriffen hat, dann willst du immer mehr Schmerz. Du wirst zum Opfer oder zum Täter. Du willst Schmerz zufügen oder selber Schmerz erleiden oder beides. Zwischen beidem besteht kein großer Unterschied. Du bist dir dessen natürlich nicht bewusst und wirst vehement behaupten, dass du keinen Schmerz willst. Aber schau genau hin und du wirst erkennen, dass dein Denken und Handeln dazu dienen, den Schmerz am Leben zu erhalten, für dich selbst und für andere. Wärest du dir dessen wirklich bewusst, dann würde sich dieses Muster auflösen, denn es ist wahnsinnig, den Schmerz vergrößern zu wollen, und niemand entscheidet sich bewusst für den Wahnsinn. 
Der Schmerzkörper ist der dunkle Schatten, den das Ego wirft, und er hat in der Tat Angst vor dem Licht deines Bewusstseins. Er hat Angst, entdeckt zu werden. Sein Überleben hängt von deiner unbewussten Identifikation mit ihm ab und von der unbewussten Angst, den Schmerz in dir anzuschauen. Wenn du ihm aber nicht entgegentrittst, wenn du das Licht des Bewusstseins nicht in deinen Schmerz bringst, dann wirst du gezwungen sein, ihn immer und immer wieder zu erleben. 
Der Schmerzkörper mag dir vorkommen wie ein gefährliches Monster, das du kaum anzuschauen wagst, aber ich versichere dir, er ist nur ein substanzloses Phantom, das der Kraft deiner Gegenwärtigkeit nichts entgegenzusetzen hat. 
Einige spirituelle Lehren sagen, dass aller Schmerz letztendlich eine Illusion ist, und das ist wahr. Hier stellt sich die Frage: Ist es für dich wahr? Dein Glaube allein macht es noch nicht zur Wahrheit. Willst du für den Rest deines Lebens Schmerz erdulden und weiterhin behaupten, er sei nur eine Illusion? Befreit dich das vom Schmerz? Hier geht es uns darum, wie du diese Wahrheit verwirklichen, sie in deiner eigenen Erfahrung wahr machen kannst. 
Der Schmerzkörper will nicht, dass du ihn direkt anschaust und als das erkennst, was er ist. Wenn du ihn beobachtest, sein Energiefeld in dir fühlst und ihm deine Aufmerksamkeit gibst, dann ist die Identifikation sofort gebrochen. Eine höhere Dimension von Bewusstsein ist eingetreten. Ich nenne sie Gegenwärtigkeit.
Jetzt bist du der Zeuge oder der Beobachter des Schmerzkörpers. Das bedeutet, er kann dich nicht länger benutzen, indem er vorgibt du zu sein, und er kann sich nicht länger durch dich nähren. Du hast deine eigene innerste Stärke gefunden. Du hast Zugang zur Kraft der Gegenwart gefunden.
Was geschieht mit dem Schmerzkörper, wenn wir bewusst genug geworden sind, um die Identifikation mit ihm zu brechen? Unbewusstheit erschafft ihn, Bewusstheit verwandelt ihn in sich selbst, in Bewusstheit. Der heilige Paulus formulierte dieses universale Prinzip sehr schön: "Alles wird erkannt, sobald es dem Licht ausgesetzt wird, und was immer dem Licht ausgesetzt wird, wird selber zu Licht." Genauso wie du nicht gegen die Dunkelheit ankämpfen kannst, kannst du auch gegen den Schmerzkörper nicht ankämpfen. Allein der Versuch würde einen inneren Konflikt und damit weiteren Schmerz hervorrufen. Ihn zu beobachten ist genug. Ihn zu beobachten beinhaltet, ihn anzunehmen als Teil dessen, was in diesem Moment ist.
Der Schmerzkörper besteht aus eingeschlossener Lebensenergie, die sich von der Ganzheit deines Energiefeldes abgespalten hat und durch die unnatürliche Identifikation mit dem Verstand zeitweise autonom geworden ist. Sie hat sich gegen sich selber und gegen das Leben gerichtet, wie ein Tier, das seinen eigenen Schwanz zu verschlingen versucht. 
Was glaubst du, warum unsere Zivilisation so lebensfeindlich geworden ist? Aber sogar die lebenszerstörenden Kräfte sind immer noch Lebensenergie. Wenn du beginnst, die Identifikation aufzulösen und zum Beobachter zu werden, wird der Schmerzkörper noch eine Weile weitermachen und versuchen, dich mit irgendeiner List zurückzulocken. Wenn du dich nicht mehr identifizierst, gibst du ihm zwar keine Energie mehr, aber er hat noch einen gewissen Schwung, so wie ein Spinnrad, das sich noch eine Weile weiterdreht, wenn es schon nicht mehr angetrieben wird. In diesem Stadium kann er auch körperliche Beschwerden und Schmerzen in verschiedenen Körperteilen hervorrufen, aber das wird nicht anhalten. 
Bleibe gegenwärtig,
bleibe bewusst.
Sei der immer wachsame Wächter deines inneren Raumes.
Du musst gegenwärtig genug sein, den Schmerzkörper direkt zu beobachten und seine Energie zu fühlen.
Dann kann er dein Denken nicht kontrollieren.
In dem Moment, wo dein Denken mit dem Energiefeld des Schmerzkörpers in (Gleichklang ist, bist du wieder mit ihm identifiziert und nährst ihn mit deinen Gedanken. Wenn beispielsweise Wut die vorherrschende Energieschwingung deines Schmerzkörpers ist, wenn deine Gedanken wütend damit beschäftigt sind, was jemand dir angetan hat und was du ihm oder ihr antun wirst, dann bist du unbewusst geworden und der Schmerzkörper ist "du" geworden. 
Wenn Wut vorhanden ist, liegt darunter immer Schmerz. Oder wenn du von einer dunklen Stimmung ergriffen wirst, in ein negatives Gedankenmuster rutschst und denkst, wie schrecklich doch dein Leben ist, dann ist dein Denken auf den Schmerzkörper ausgerichtet, du bist unbewusst geworden, und damit empfänglich für seine Angriffe.
 "Unbewusst", so wie ich den Begriff hier benutze, bedeutet, mit Gedanken und Emotionen identifiziert zu sein. Dann ist der Beobachter gänzlich abwesend. Anhaltende bewusste Aufmerksamkeit durchtrennt die Verbindung zwischen dem Schmerzkörper und deinen Gedankenabläufen und löst den Umwandlungsprozess aus. Es ist, als würde der Schmerz zum Brennstoff für die Flamme deines Bewusstseins. Es leuchtet dann umso heller. Das ist die esoterische Bedeutung der alten Kunst der Alchemie, der Verwandlung von unedlen Metallen in Gold oder von Leiden in Bewusstheit. Die innere Spaltung wird geheilt und du wirst wieder ganz. 
Es ist nun deine Verantwortung, keinen neuen Schmerz mehr zu erschaffen.
Lass mich diesen Prozess zusammenfassen:

* Richte Aufmerksamkeit auf das Gefühl in dir.
* Erkenne, dass es der Schmerzkörper ist.
* Akzeptiere, dass er da ist.
* Denke nicht darüber nach - lass das Fühlen nicht zum Denken werden.
* Urteile und analysiere nicht.
* Mache es nicht zu einer Identität für dich.
* Bleibe gegenwärtig und sei einfach weiter der Beobachter von allem, was in dir vorgeht.
Werde dir nicht nur der emotionalen Schmerzen bewusst, sondern entwickle auch ein Bewusstsein für "den, der zuschaut", den stillen Beobachter.

Das ist die Kraft der Gegenwart, die Kraft deiner eigenen bewussten Gegenwärtigkeit.
Dann sieh, was geschieht.

Bei vielen Frauen erwacht der Schmerzkörper besonders in der Zeit vor der Menstruation. Ich werde später mehr über diese Tatsache und ihre Gründe sagen. Im Moment nur eins: Wenn du fähig bist, in dieser Zeit gegenwärtig und wachsam zu bleiben und deine Gefühle zu beobachten statt von ihnen überrollt zu werden, dann ergibt sich die Gelegenheit für eine sehr kraftvolle spirituelle Übung, und eine rasche Verwandlung alten Schmerzes wird möglich.

Eckhart Tolle

Freitag, 21. August 2015

Wie lässt sich echter Erfolg messen? - Eckhart Tolle

Wie lässt sich echter Erfolg messen?

Die Welt wird dir sagen, dass Erfolg bedeutet, das zu erreichen, was du erstrebt hast.
Sie wird dir sagen, dass erfolgreich sein gewinnen heißt
und dass wesentliche Bestandteile des Erfolgs Wohlstand und Anerkennung sind.

Die genannten Dinge sind zwar für gewöhnlich alle oder zumindest zum Teil
Nebenprodukte des Erfolgs, sie sind jedoch nicht der Erfolg selbst.
Üblicherweise wird Erfolg mit dem Resultat des eigenen Handelns gleichgesetzt.
Manche behaupten, Erfolg sei das Ergebnis einer
Kombination aus harter Arbeit und Glück oder aus Entschlossenheit und Begabung,
oder man sei eben zur rechten Zeit am richtigen Ort gewesen.
Das alles mag den Erfolg zwar mitbestimmen, trifft jedoch nicht sein Wesen.

Was die Welt dir verschweigt - weil sie es nicht besser weiß -, ist, dass du nicht erfolgreich werden kannst.
Du kannst nur erfolgreich sein.

Lass dir nicht von einer verrückten Welt einreden,
dass Erfolg etwas anderes ist als ein erfolgreicher gegenwärtiger Augenblick. Und wann ist er das? 

Wenn das, was du tust, selbst die einfachste Verrichtung, eine spürbare Qualität hat.
Qualität erfordert die Aufmerksamkeit und Sorgfalt, die Bewusstheit mit sich bringt.
Qualität erfordert deine Präsenz.

Nehmen wir einmal an, du bist ein Geschäftsmann und kannst nach zweijährigen großen
Anstrengungen und starkem Stress ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, die sich gut verkaufen
lassen und Geld einbringen. Erfolg? Im herkömmlichen Sinne ja. In Wirklichkeit hast du alle Welt und
dich selbst zwei Jahre lang mit negativer Energie vergiftet, dir und anderen das Leben schwer gemacht
und darüber hinaus Auswirkungen auf Menschen gehabt, die du gar nicht kennst.

All diesem Tun liegt die unbewusste Annahme zugrunde, dass Erfolg ein Zukunftsereignis ist und dass der Zweck die Mittel heiligt. Aber Zweck und Mittel sind eins. Und wenn die Mittel nichts zum Glück der Menschen beitragen,
tut es der Zweck auch nicht. Das Ergebnis, das untrennbar ist von den Handlungen, die zu ihm geführt
haben, ist durch diese Handlungen bereits kontaminiert und schafft nur weiteres Leiden.
Das ist karmisches Handeln, wodurch unbewusst das Leiden immer weiter erhalten bleibt.

Wie du schon weißt, fällt dein sekundäres, äußeres Lebensziel in die Dimension der Zeit,
während dein primäres, inneres Ziel unauflöslich mit dem Jetzt verbunden ist
und daher die Aufhebung der Zeit notwendig macht.

Wie lässt sich beides miteinander vereinen?
Durch die Erkenntnis, dass deine ganze Lebensreise letztlich aus dem einen Schritt besteht,
den du in diesem Augenblick tust.
Es gibt immer nur diesen einen Schritt, und ihm solltest du daher deine ungeteilte Aufmerksamkeit zuwenden. 

Das bedeutet nicht, dass du dann nicht weißt, wohin du gehst;
es bedeutet nur, dass dieser eine Schritt Vorrang hat,
das Ziel hingegen zweitrangig ist.

Und was du am Ziel vorfindest, sobald du dort eintriffst, hängt von der Qualität des einen Schrittes ab.
Anders ausgedrückt: Was die Zukunft für dich bereithält, hängt von deinem jetzigen Bewusstheitszustand ab.


Erfolgreich bist du, wenn dein Tun von der zeitlosen Qualität des Seins durchdrungen ist.
Solange das Sein nicht in dein Handeln einfließt und du nicht präsent bist, verlierst du dich in allem, was du tust.
Du verlierst dich im Denken ebenso wie in deinen Reaktionen auf äußere Geschehnisse.

Eckhart Tolle - Eine neue Erde

Sonntag, 16. August 2015

erwachtest du aus einem Traum... Eckhart Tolle ... De-Hypnose

Wenn du deine Aufmerksamkeit auf das Jetzt richtest,
stellt sich Wachheit ein. 

Es ist, als erwachtest du aus einem Traum,
aus dem Traum vom Denken, 
dem Traum von Vergangenheit und Zukunft. 

Solche Klarheit, solche Einfachheit. 
Kein Platz für Probleme. 
Bloß dieser Augenblick, so wie er ist.


Eckhart Tolle

Freitag, 17. Juli 2015

Die Identität des EGO hängt vom Gefühl der Getrenntheit ab.

Das Ego braucht Probleme, Konflikte und "Feinde",
um das Gefühl von Getrenntheit aufrechtzuerhalten.
Die Identität des EGO hängt von dem Gefühl der Getrenntheit ab.
Eckhart Tolle - JETZT
.
@wahrnehmen, erkennen, handeln.

Samstag, 18. April 2015

Ohnmacht - Hilflosigkeit

Ohnmacht - Hilflosigkeit



Wenn du……. in einer schwierigen Situation bist…….,
solltest du keinen Aspekt dieser Erfahrung verdrängen.
Verleugne nichts von dem, was geschieht, und lehne auch deine Gefühle nicht ab.

Die Einsicht, dass du nichts machen kannst, weckt vielleicht
Empfindungen der Ohnmacht, Hilflosigkeit, Trauer oder Wut bei dir.

Akzeptiere das, was du fühlst. 

Und dann geh noch einen Schritt weiter:
Akzeptiere es, dass du nichts machen kannst, und
akzeptiere es voll und ganz. 

Du hast keinerlei Kontrollmöglichkeit.

Nimm jeden Aspekt dieser Erfahrung bereitwillig
an, sowohl deine eigenen Gefühle 

Dein Bewusstseinszustand
der Widerstandslosigkeit und die Stille…. 

Die Stille bringt den Segen mit sich: Frieden.



18.4.15



nach Eckhart Tolle 

Samstag, 11. April 2015

Annehmen was IST - Eckhart Tolle -



Im­mer, wenn du das an­nimmst, was ist, 
taucht et­was auf, das tie­fer ist als das, was ist. 
Ganz gleich, ob du im schreck­lichs­ten in­ne­ren oder äuße­ren Di­lem­ma,
 in den schmerz­lichs­ten Ge­füh­len oder Si­tua­tio­nen ge­fan­gen bist: 
So­bald du ak­zep­tierst was ist, gehst du dar­über hin­aus. 



So­gar Hass wird tran­s­zen­diert, so­bald du an­nimmst, dass du ihn emp­fin­dest. 
Dann ist der Hass viel­leicht noch da, aber du bist an ei­nem tie­fe­ren Ort an­ge­kom­men, 
wo er dir nicht mehr so viel aus­macht. 


Von größ­ter Wich­tig­keit in die­sem Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess ist es, 
ge­gen­wär­tig zu blei­ben in zwi­schen­mensch­li­chen Be­zie­hun­gen, 
al­so ge­ra­de da, wo es am schwie­rigs­ten, wo die Her­aus­for­de­rung am größ­ten ist. 



So­bald ich mei­ne Iden­ti­tät jen­seits al­ler For­men er­ken­ne, 
er­ken­ne ich mich in je­dem an­de­ren Men­schen und in al­len an­de­ren We­sen. 
Die­se Er­kennt­nis der Ein­heit in der Welt der Dua­lität ist die Lie­be, und nur die Lie­be kann un­se­re Welt noch ret­ten.





Eck­hart Tol­le

*

Donnerstag, 26. März 2015

Würde - Brene´ Brown - Prof. an der University of Houston

Würde
Brene´ Brown - Prof. an der University of Houston 


Würde


Es gab nur eine Variable die jene Leute unterschied: Die Leute, die ein starkes Gefühl der Liebe und Zugehörigkeit haben, glauben, dass sie der Liebe und Zugehörigkeit würdig sind. Das ist alles. Sie glauben daran, dass sie würdig sind.



Ich sah deutlich, dass unsere Angst, dass wir nicht würdig 
sind alle unsere Beziehungen behindert – auch und gerade die Beziehung zu uns selbst.




Und hier ist das Allerwichtigste : Daran zu glauben, dass wir gut genug sind. Denn wenn wir wissen “Ich bin gut genug.” dann hören wir auf zu schreien und beginnen zuzuhören, sind liebevoller und freundlicher zu uns selbst und liebevoller und freundlicher zu den Menschen um uns herum. (Brene Brown’s Vortrag auf TED)



*

Mittwoch, 26. November 2014

Abneigungen - Urteile - Interpretationen und ihre Folgen

Je mehr du dich mit deinem Denken, deinen Vorlieben und
Abneigungen, Urteilen und Interpretationen identifizierst,
je weniger du also als beobachtendes Bewusstsein gegenwärtig bist,
umso stärker lädst du dich mit emotionaler Energie auf,
ob du dir dessen bewusst bist oder nicht.

Eckhart Tolle

Samstag, 18. Oktober 2014

Endlich mehr Geld / Fülle ?




IHRE NOSTALGIE FÜR DIE VERGANGENHEIT
MACHT SIE DUMM UND ARM OBENDREIN…..

Die Gestalt auf dieser Karte ist so sehr damit beschäftigt, die Erinnerungen in ihrer Kiste festzuhalten, daß sie das glitzernde Champagnerglas nicht sehen kann, das sie hier und jetzt genießen könnte. Ihre Nostalgie für die Vergangenheit macht sie dumm und arm obendrein, wie wir an ihrer geflickten und zerlumpten Kleidung sehen. Vielleicht ist sie keine Bettlerin, aber sie ist für die reichen Segnungen der Gegenwart nicht offen.

Es ist Zeit, die Tatsache zu akzeptieren, daß die Vergangenheit vorbei ist. Jede Anstrengung, sie zu wiederholen, wirft dich garantiert in alte Verhaltensmuster zurück, aus denen du längst herausgewachsen wärest, wenn du nicht so hartnäckig daran festhalten würdest, was du alles erlebt hast.

Hole tief Luft, und stell die Kiste ab! Wenn es sein muß, kannst du sie mit einem hübschen Band verschnüren, um dich gebührend von ihr zu verabschieden. Das Leben geht weiter, und wenn du es nicht jetzt lebst, wirst du zum lebenden Fossil!

OSHO

Infos wie man die Vergangenheit los wird:
www.systemische-hypno-therapie.de 


Mittwoch, 1. Oktober 2014

Schizophrenie - Osho



Schizophrenie

Der Mensch ist gespalten.
Schizophrenie ist sein Normalzustand - zumindest heute.
 Vielleicht war es in der primitiven Welt nicht so, aber Jahrhunderte von Prägung, Zivilisation, Kultur und Religion haben den Menschen zur Masse gemacht - abgetrennt, gespalten, widersprüchlich...

Da diese Spaltung aber gegen seine Natur ist, kann tief in seinem Inneren die Einheit überleben.
Die Seele des Menschen ist eins, deshalb können ihn die Prägungen höchstens an der Peripherie zerstören. Doch die Mitte bleibt unangetastet - auf diese Weise lebt er weiter.
Aber sein Leben ist zur Hölle geworden.


Im Zen geht es darum, diese Schizophrenie zu überwinden, die gespaltene Persönlichkeit aufzugeben, das abgetrennte Denken des Menschen aufzugeben, ungeteilt, integriert, in seiner Mitte und kristallisiert zu leben.

So wie du bist, kannst du nicht sagen, daß du bist. Du hast kein Sein.
Du bist ein Marktplatz voller Stimmen.
Wenn du ja sagen willst, ist gleich auch das Nein da.
Du kannst nicht einmal das einfache Wörtchen "Ja" von ganzem Herzen sagen.
So ist es unmöglich, glücklich zu sein.
Es ist die natürliche Folge einer gespaltenen Persönlichkeit, unglücklich zu sein.


Osho

Sonntag, 7. September 2014

Bist Du bereit zum evolutionären Sprung - Eckhart Tolle

Es wurde letztens gefragt woran man erkennt, dass die Erde eine Frequenzerhöhung hat. Es gibt Messgeräte um die Frequenzen der Erde zu messen - es gibt auch das "alltägliche Leben " als Messintrument:
Gesundheit / Fülle oder Krankheit / Armut.

Auf welcher Seite stehst Du?
Bist Du bereit zum evolutionären Sprung - oder zögerst Du noch?
Hier ein Zitat von Eckhart Tolle über unseren "heutigen" Stand.
Das Buch " Eine neue Erde" ist von 2004
Wenn eine einzelne Lebensform - oder eine Spezies - mit einer tief greifenden Krise konfrontiert ist, wenn die alte Seinsweise, die alte Art des Umgangs miteinander und mit der Natur nicht mehr funktioniert
und das Überleben von schier unüberwindlichen Problemen bedroht scheint, verendet sie und stirbt aus,
oder sie geht mit einem evolutionären Sprung über die Grenzen dieses Zustands hinaus.

Eckhart Tolle


*

Montag, 1. September 2014

Eine (1) Wahnidee ist der Ursprung allen Leidens, aller Krankheiten und der Armut.

Eine (1) Wahnidee ist der Ursprung allen Leidens, aller Krankheiten und der Armut.


Der Verstand ist ein hervorragendes Instrument, wenn er richtig benutzt wird.
Bei falschem Gebrauch kann er allerdings sehr destruktiv werden.
Genauer gesagt ist es nicht so, dass du deinen Verstand falsch gebrauchst - du gebrauchst ihn normalerweise überhaupt nicht.
Er gebraucht dich.
Das ist die Krankheit der Wahn.
Du hältst dich für deinen Verstand.
Das ist die Wahnidee.
Das Instrument hat die Macht über dich gewonnen.


... Dann benutzt der Verstand dich.
Du bist unbewusst mit ihm identifiziert, deshalb weißt du nicht einmal, dass du sein Sklave bist. Es ist fast so, als seist du besessen ohne es zu wissen, und deshalb hältst du das Wesen, das dich besetzt, für dich selbst.


Freiheit beginnt, wenn du erkennst, dass du mit dem Verstand, dem Denker, der dich im Zustand der Besessenheit hält, nicht identisch bist. Diese Erkenntnis befähigt dich, den Denker zu beobachten. Sobald du beginnst, den Denker zu beobachten, wird eine höhere Bewusstseinsebene aktiviert.

Eckhart Tolle


@wahrnhehmen, erkennen, handeln,

www.systemische-hypno-therapie.de


Freitag, 15. August 2014

Freiheit - EGO - Tolle

Achte auf jede Form von Abwehrhaltung in deinem Innern.
Was verteidigst du eigentlich? 

Eine trügerische Identität, eine gedankliche Vorstellung, ein fiktives Gebilde.
Indem du dir dieses Muster bewusst machst und es beobachtest,
hörst du auf, dich mit ihm zu identifizieren.

Im Licht der Bewusstheit löst sich das unbewusste Muster schnell auf.
Damit sind alle Streitigkeiten und Machtspiele, die sich so zersetzend auf Beziehungen auswirken, zu Ende.

Macht über andere ist als Stärke getarnte Schwäche.
Wahre Macht kommt von innen, und sie ist dir jetzt zugänglich.

Eckhart Tolle

DANKE

Freitag, 8. August 2014

Freiheit - die Gefängnistüren sind offen - Osho





Du bist aus dem Gefängnis, dem Käfig entronnen! 
Du kannst die Flügel ausbreiten; der ganze Himmel steht dir offen.
Alle Sterne, der Mond, und die Sonne gehören dir. 
Du kannst ins Blaue, ins Jenseits verschwinden... 

Hör auf, dich an dem Käfig festzuklammern.
Komm heraus, und der ganze Himmel steht dir offen!
Breite die Flügel aus, und fliege wie ein Adler über die Sonne hinaus.

Am inneren Himmel, in der inneren Welt ist Freiheit der höchste Wert.
Alles andere ist zweitrangig, selbst Glück und Ekstase.
Es gibt unzählige Blumen, doch sie können nur im Klima der Freiheit gedeihen.

OSHO

Mittwoch, 6. August 2014

Das Geheimnis des Glücks : Frieden - Eckhart Tolle



Das Geheimnis des Glücks

All das sind Annahmen, unerforschte Gedanken, die mit der Wirklichkeit verwechselt werden. Es sind Geschichten, die das Ego erfindet, um dich davon zu überzeugen, dass du im Augenblick nicht im Frieden und nicht ganz du selbst sein kannst.

Im Frieden mit dir zu sein und der zu sein, der du bist, ist ein und dasselbe.

Das Ego sagt: »Vielleicht kann ich irgendwann in Zukunft Frieden finden - vorausgesetzt, dies oder das oder jenes geschieht und ich bekomme dieses oder werde jenes.«  Oder es sagt: »Ich werde nie Frieden finden, weil irgendetwas in der Vergangenheit geschehen ist, das mich 
daran hindert.«

Hör dir die Geschichten der Leute an,
sie könnten alle die Überschrift tragen: »Warum ich im Augenblick keinen Frieden finde«.
Das Ego weiß nicht, dass das Jetzt deine einzige Chance
ist, Frieden zu finden. Oder es weiß es doch, hat aber Angst, du könntest es herausfinden.
 Frieden bedeutet schließlich sein Ende.

Wie findest du jetzt Frieden?

Indem du Frieden mit dem gegenwärtigen Augenblick schließt.
Der gegenwärtige Augenblick ist das Feld, auf dem sich das Spiel des Lebens entfaltet.
Es kann sich nirgendwo sonst entfalten.

Hast du Frieden mit dem gegenwärtigen Augenblick geschlossen, dann sieh, was geschieht und was du tun kannst oder willst bzw. was das Leben durch dich tut.

In vier Worten liegt das Geheimnis der Lebenskunst,
das Geheimnis allen Erfolgs und Glücks:
eins mit dem Leben.

Eins mit dem Leben zu sein heißt eins mit dem Jetzt zu sein.
Dann wird dir klar, dass nicht du dein Leben lebst,
sondern dass das Leben dich lebt.
Das Leben ist der Tänzer, und du bist der Tanz.



Das Ego liebt seinen Groll über die Wirklichkeit.
Was ist Wirklichkeit?
Das, was ist. Buddha nannte sie Tathata - das Sosein des Lebens,
das nichts anderes ist als das Sosein dieses Augenblicks.

Das Opponieren gegen das Sosein ist eines der Hauptmerkmale des Ego.
Es erzeugt die Negativität, durch die das Ego gedeiht, das Unglücklichsein, das es liebt.
Auf diese Weise bringst du Leid über dich und andere
und weißt es nicht einmal, weißt nicht, dass du die Hölle auf Erden schaffst.
Leiden zu verursachen, ohne es zu merken - das ist das Wesen unbewussten Lebens;
dabei hat dich das Ego fest im Griff.

Wie groß die Unfähigkeit des Ego ist,
sich selbst zu erkennen und zu sehen, was es anrichtet, ist unglaublich und erschütternd.
Es tut nämlich genau das, was es bei anderen verurteilt, und bemerkt es nicht.

Wird es darauf hingewiesen, streitet es alles verärgert ab und führt clevere Argumente und 
Rechtfertigungen an, mit denen es die Fakten verzerrt. So machen es Menschen, Unternehmen und Regierungen. Wenn alles andere versagt, nimmt das Ego Zuflucht zum Schreien und schreckt am Ende auch vor physischer Gewalt nicht zurück. Es schickt die Kampftruppen vor.


Jetzt verstehen wir die tiefe Weisheit in den Worten Jesu am Kreuz:
»Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.«

Um dem Elend, das die Menschen seit Tausenden von Jahren quält, ein Ende zu bereiten, musst du bei dir selbst anfangen und in jedem Augenblick die Verantwortung für deinen inneren Zustand übernehmen. Das heißt: jetzt. Frage dich: »Gibt es in diesem Augenblick Negativität in mir?«

Sei wachsam und achte sowohl auf deine Gedanken als auch auf deine Emotionen. Hüte dich vor dem unterschwelligen Unglücklichsein in einer der zuvor bereits erwähnten Formen wie Unzufriedenheit, Nervosität, Gereiztheit usw. Achte auf Gedanken, die dieses Unglücklichsein zu erklären oder zu rechtfertigen versuchen, obwohl sie es in Wirklichkeit selbst verursachen.

In dem Augenblick,
in dem dir eine negative Regung in deinem Innern bewusst wird, hast du nicht etwa versagt.
Im Gegenteil, du warst erfolgreich!

Solange diese Bewusstheit noch nicht eingetreten ist,
besteht eine Identifikation mit dem inneren Zustand, und hinter dieser Identifikation steckt das Ego.

Zugleich mit der Bewusstheit setzt die Aufhebung der Identifikation mit Gedanken, Emotionen und Reaktionen ein. Dies darf nicht mit Verleugnung verwechselt werden. Vielmehr werden die Gedanken, Emotionen und Reaktionen erkannt, und schon setzt automatisch die Ablösung davon ein. Dann vollzieht sich ein Umschwung in deinem Selbstgefühl, in dem Gefühl, wer du bist: Vorher warst du die Gedanken, Emotionen und Reaktionen; jetzt bist du die Bewusstheit, die wache Präsenz, die diese Zustände beobachtet.


»Eines Tages werde ich frei sein vom Ego.«
Wer sagt das?
Das Ego.

Vom Ego loszukommen ist keine so große Sache, eher eine Kleinigkeit.
Du brauchst dir nur deiner Gedanken und Emotionen bewusst zu sein - während sie in dir aufsteigen. Das ist kein richtiges »Tun«, sondern eher ein waches »Sehen«.
In diesem Sinne stimmt es, dass du nichts tun kannst, um vom Ego frei zu kommen.
Wenn sich der Wechsel vollzieht, ein Wechsel vom Denken zur Bewusstheit,
wird eine Intelligenz, die viel größer ist als die Cleverness des Ego, in deinem Leben wirksam.

Durch Bewusstheit werden Emotionen und sogar Gedanken entpersönlicht.
Ihre eigentliche Unpersönlichkeit wird erkannt.
Sie sind vom Selbst befreit.
Sie sind einfach nur menschliche Emotionen und menschliche Gedanken.
Deine ganze persönliche Geschichte, die letztlich auch bloß eine Geschichte ist, ein Bündel von Gedanken und Emotionen, hat nur noch untergeordnete Bedeutung und besetzt nicht länger die vorderste Front des Bewusstseins. Sie bildet nicht länger die Grundlage deines Identitätsgefühls.
Du bist das Licht der Präsenz,
die Bewusstheit, die allen Gedanken und Empfindungen vorausgeht und tiefer ist als sie.


Eckhart Tolle – Eine neue Erde – 14.5.2014